Branchen/Industrien

Keramik in der Bauindustrie

Strahldüsen in der Sanierung

Zuwächse im Wohnungsbau, Wirtschaftsbau, öffentlichen Bau – die Bauindustrie profitiert

Die deutsche Bauindustrie erzielte 2017 mit mehr als 800 000 Beschäftigten 114 Milliarden Euro Umsatz – der höchste Wert seit 1995! Niedrige Zinsen sorgten zugleich für das beste Neugeschäft seit 21 Jahren. Hauptgrund für den Bauboom war die große Nachfrage nach Häusern und Wohnungen.

Die Neubauinvestitionen sollen bis 2019 – wenn auch langsamer – weiter steigen. Es wird erwartet, dass dann die Gebäude-Bestandsmaßnahmen, die derzeit schon rund ein Drittel des Bauvolumens ausmachen, wieder zulegen. Auch vom Wirtschaftsbau (2017 plus knapp 4 %) und dem Öffentlichen Bau (2017 plus 6,4 %) sollte die Bauindustrie dank diverser Investitionsprogramme in den nächsten Jahren weiter profitieren.

2017 betrugen allein die Investitionen für Straßenbrücken-Sanierungen in Deutschland – noch Jahre zwingend erforderlich – 7,2 Milliarden Euro. Sogar 28 Milliarden Euro schwer ist das laufende Sanierungsprogramm, das Bundesregierung und Deutsche Bahn zuletzt für Eisenbahnbrücken und Gleise verabschiedet haben. Weitere massive Investitionen sollen hier folgen.

Davon profitieren in der Bauindustrie u. a. die Sanierer von Beton- und Stahl-Konstruktionen, die dabei  unerlässliche Technologien mit Komponenten aus technischer Keramik anwenden können: Sandstrahlen mit Strahldüsen aus Borcarbid und Siliciumcarbid z. B. bietet gleichmäßige Strahlleistungen, geringen Luftverbrauch und extrem lange Standzeiten. Sie verbrauchen weniger Strahlmittel sind sparsam mit der benötigten Druckluft und schonen so die Ressourcen.
 

Quellen:

Innovationsprozesse in der keramischen Industrie -
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, 2018
Die deutsche Bauindustrie (Hauptverband), 2018
Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH (aktiv-online.de), 2018
tagesschau.de, 2018