Innovative Sandkontrolle für eine nachhaltige Förderperformance
Mehr Effizienz bei der Öl- und Gasförderung: Wie 3M Ceramic Sand Screens die Produktivität von Bohrlöchern verbessern können
Sandproduktion ist eine der größten Herausforderungen bei der Förderung von Öl und Gas aus nicht verfestigten Sandsteinreservoirs. Diesem Problem wird in der Regel durch eine Sandkontrolle im Bohrloch begegnet. Traditionell kommen dabei konventionelle metallische Sandfilter zum Einsatz – allerdings unterliegen sie oft schneller Erosion und Korrosion, was zu ungeplanten Stillständen und hohen Wartungskosten führt. Mit keramischen Sandfiltern bietet 3M eine innovative Lösung an, die nicht nur äußerst langlebig, sondern auch effektiv und einfach zu handhaben ist. Im folgenden Interview gehen wir auf die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie ein.
Herr Jackson, welche Herausforderungen sind mit der unerwünschten Sandproduktion bei Öl- und Gasbohrungen verbunden?
Bei der Gewinnung von Öl und Gas aus nicht verfestigten Sandsteinlagerstätten ist die Sandproduktion eine häufige und kritische Herausforderung. Um diesen Effekt zu minimieren und die CO2-Bilanz zu optimieren, ist häufig eine Sandkontrolle erforderlich. Zu diesem Zweck werden Sandfilter eingesetzt, vor allem in siliklastischen Lagerstätten. Diese Siebe fungieren als Barrieren, die verhindern, dass Sand in das Bohrloch gelangt. Sie sind in der Regel während der gesamten Lebensdauer des Bohrlochs dem erosiven Charakter der Sandpartikel ausgesetzt. Herkömmliche Sandfilter, die oft aus metallischen Filtermedien bestehen, sind anfällig für Erosion und Korrosion, was zu einem vorzeitigen Ausfall führt. Diese verkürzte Lebensdauer beeinträchtigt die Produktivität und führt zu kostspieligen Ausfallzeiten aufgrund ungeplanter Wartungsarbeiten. Die keramischen Sandfilter von 3M bieten eine einfache Lösung, um diese Risiken zu minimieren.
Welche Faktoren beeinflussen die Auswahl von Lösungen zur Sandkontrolle, und was sind die üblichen Herausforderungen dabei?
Zu den wichtigsten Faktoren gehören die Wirtschaftlichkeit des Bohrlochs, die erwartete Produktivität, die Filtrationseffizienz, die Minimierung des Betriebsrisikos und die langfristige Haltbarkeit. Zu den üblichen Risiken, die sich auf die Produktivität von Bohrlöchern auswirken, gehören Hotspotting, Erosion und Korrosion, die zum Ausfall herkömmlicher Sandkontrollsysteme führen können. Die meisten konventionellen Ansätze verwenden metallische Filtermedien – manchmal oberflächengehärtet oder mit nicht-metallischen Schichten beschichtet – und können als eigenständige Siebe oder in Kombination mit Gravel Packs installiert werden. Diese Materialien bieten jedoch oft nur eine begrenzte Beständigkeit gegen Erosion. In der Tat lassen sich viele Ausfälle bei der Sandkontrolle direkt auf die Erosion von Sandfiltern zurückführen.
Was macht 3M Keramikfilter widerstandsfähiger als herkömmliche Metallsandfilter?
3M Ceramic Sand Screens bieten eine bewährte Sandkontrollleistung und gleichzeitig eine hervorragende Beständigkeit gegen Erosion und Korrosion. Dies ist auf die Materialeigenschaften der Hochleistungskeramik von 3M zurückzuführen, dazu gehören extreme Härte, außergewöhnliche Druckfestigkeit sowie hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit. Tatsächlich sind 3M Keramikfilter bis zu zehnmal härter als metallische Alternativen, was zu einer deutlich längeren Lebensdauer führt. Folglich wird die Produktivität des Bohrlochs weniger beeinträchtigt, und ungeplante Ausfallzeiten und Wartungsarbeiten können erheblich reduziert werden.
Welche wirtschaftlichen Vorteile ergeben sich aus dem Einsatz dieser Technologie für Öl- und Gasunternehmen?
Der entscheidende Faktor ist die Lebenszyklusanalyse im Hinblick auf Produktivität und Leistung. Wie bereits beschrieben, bieten diese Sandfilter mehrere Vorteile: geringeres Ausfallrisiko, einfache Handhabung und dauerhafter Einsatz sowohl in verrohrten als auch in offenen Bohrlöchern.
Die verbesserte Widerstandsfähigkeit der Filter gegen Hotspotting und Korrosion (siehe Referenzen SPE-191942 & SPE-212920) ermöglicht auch den Einsatz bei Partikelanhäufungen im Reservoir. Dies kann den Bedarf an Kiesfüllungen reduzieren oder sogar überflüssig machen.
Letztendlich können die Betreiber so die Effizienz steigern, den Wartungsaufwand für die Sandkontrolle während der gesamten Lebensdauer des Bohrlochs minimieren und sowohl die Produktivität als auch die betriebliche Flexibilität erhöhen.
Wie wird das Produkt für Öl- und Gasanwendungen qualifiziert?
3M Ceramic Sand Screens entsprechen den geltenden Industrienormen für die Sandkontrolle im Bohrloch, wie zum Beispiel API 19SS. Da es sich um eine bahnbrechende Technologie handelt, wurde sie auch zusätzlichen mechanischen Tests unterzogen, um ihre Robustheit unter realen Bedingungen und in Übereinstimmung mit den Betriebsanforderungen der Öl- und Gasindustrie zu prüfen (siehe Referenzen SPE-182278, SPE-191931, SPE-202250).
Wie sind die Marktaussichten für diese Technologie?
Die Branche ist eindeutig auf dem Weg zu mehr Produktivität und betrieblicher Effizienz. Allein in den letzten vier Jahren wurden mehr als 150 erfolgreiche Einsätze durchgeführt. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt, da die Branche bestrebt ist Bohrlochdesigns weiter zu optimieren, den Footprint der Förderung zu verringern und gleichzeitig höhere Produktivitätsziele zu erreichen.
Wie tragen 3M Sandfilter zur Nachhaltigkeit bei der Öl- und Gasförderung bei?
Mehr Produktivität und Effizienz bringt zugleich einen optimierten Footprint des jeweiligen Bohrlochs mit sich. Auf eine kurze Formel gebracht: Eine bessere Produktivität bei geringerer Komplexität führt zu mehr Nachhaltigkeit in der Förderung.
Richard Jackson hat einen kombinierten Abschluss mit Auszeichnung in Geologie und Kartographie. Er hatte weltweit eine Reihe von technischen und leitenden Positionen in der Energiebranche inne. Seit seinem Eintritt bei 3M im Jahr 2012 bekleidete Richard verschiedene Positionen im globalen Produktmanagement für Technische Keramik innerhalb des Geschäftsbereichs Advanced Materials. Für seine Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2021 mit dem OWI Global Award für die "Most Impactful Technology", 2023 mit dem OWI Global Award für das "Best Example of Platform Intervention" und 2024 mit dem Golden Step Award von 3M für erfolgreiche Produktpositionierung. Richard Jackson ist außerdem Mitverfasser mehrerer SPE-Papiere zum Thema Technologieeinsatz und industrielle Anwendungen.
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